Träume einer Menschheitsgeschichte
Die Träume einer Menschheitsgeschichte werden zu Protokoll gegeben. Die vorliegende Ausstellung dokumentiert jene Sehnsüchte, Ängste und Visionen in physischer und imaginierter Form, die bis dato in keinem offiziellen Archiv verzeichnet sind.

Die gezeigte Fotoserie beleuchtet Formen der Geschichtsschreibung anhand eines malerischen Motivs: Tetjana Jablons’kas Chlib [dt.: «Brot/Korn»]. Das Projekt, aus dem die Diplomarbeit hervorgegangen ist, umfasst fotografische und kulturtheoretische Verfahren. Dabei wurde mit Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zusammengearbeitet. Die Arbeit begann mit der kritischen Analyse des Gemäldes und seiner Historie, dessen Aktualität in der Ukraine auch nach der Politik der Dekommunisierung ungebrochen bleibt. Die Recherche umfasste mehrere Reisen in die Ukraine –– darunter Kyjiv, Ivano-Frankivs'k und Letava, das Dorf, in dem Jablons'ka Chlib anfertigte ––, aus denen die gezeigten Arbeiten hervorgingen. Chlib ist omnipräsent, steckt in einer Schleife ununterbrochener Wiederholungen, woran sich die gebrochene und ambivalente Präsenz einer sowjetischen Vergangenheit offenbart.

In der Ausstellung erfasst wurden dessen zahlreiche Reproduktionen, Spuren sowie scheinbar spurlose Manifestationen: private und kollektive Träume, Lehrbücher, theatralische re-enactments, vergessene museale Bestände sowie öffentliche Protokolle.

Das zusammengetragene fotografische Material wurde in eine neue, räumliche Formation überführt und anhand einer Fotografie (Das Büro im Nationalen Kunstmuseum der Ukraine) nachgestellt. Das Projekt stellt die Frage, wie politische Narrative durch visuelle Kulturtechniken konstruiert, transformiert und aufrechterhalten werden, während zugleich eine eigene Perspektive geschaffen wird.

Das Projekt ist von Anastasiia Batishcheva in Zusammenarbeit mit Julia Rybalka und Paul Stadler konzipiert.


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(A.1_20) 
Akademie der Bildenden Künste München  
Akademiestraße 2 
80799 München



5.–10. Februar 2026

Öffnungszeiten:
Fr–Di      14–20 Uhr
Sa–So    12–20 Uhr
+ nach Vereinbarung

Eröffnung:
Do    5. Februar, 18 Uhr



Veranstaltungen: 

  • Verleihung der Diplome:

    Donnerstag, 5.2., 18 Uhr, Foyer Neubau. Die Ausstellung ist von 19 bis 23 Uhr geöffnet, letzter Einlass 22 Uhr.

  • Führungen durch die Diplomarbeiten:

    Fr | 06.02. | 17:00 Uhr
    Sa | 07.02. & So | 08.02. | 14:00 Uhr (deutsch & englisch).

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